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Vom Schtetl in den Hörsaal – 2. Vortrag im Rahmen unserer kleinen Reihe „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“

Datum
Montag, 1. November 2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Vaßbendersaal, Ambrosius-Vaßbender-Platz 1, 42853 Remscheid

Referentin:
Dr. Luise Hirsch, Heidelberg

Veranstalter:  
Ein Vortrag der Citykirche Remscheid in Kooperation mit der Synodalbeauftragten für den Jüdisch-Christlichen Dialog, Frau Dr. Barbara Baenkler-Falkenhagen und dem „Arbeitsgebiet Frauenarbeit des Kirchenkreises Lennep“.

Corona:
Es gelten die 3-G-Regeln. Bitte weisen Sie bei Eintritt in den Vaßbendersaal nach, dass Sie geimpft, genesen oder amtlich getestet sind. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Inhalt:
Dr. Luise Hirsch geht am Beispiel der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin der Frage nach, warum ein Viertel der Studentinnen jüdisch waren, wobei sie zwischen den deutschen Studentinnen und denen aus dem Zarenreich unterscheidet. Die Studentinnen aus Osteuropa kamen meist aus dem Kleinbürgertum aus dem Schtetl und standen dem Judentum näher als die bürgerlichen deutschen Studentinnen. Sie waren die Pionierinnen des Frauenstudiums in Deutschland und der Schweiz. Während russische Studentinnen oft in Armut lebten und meist in Medizin promovierten, wählten deutsche Studentinnen auch andere Fächer und bildeten nach 1918 die Mehrheit der Habilitandinnen. Dr. Hirsch kommt zu dem interessanten Schluss, dass die jüdische Minderheit die Avantgarde des Frauenstudiums bildete, denen von der christlichen Mehrheit gefolgt wurde. So verlief der Kulturtransfer von der Minderheit zur Mehrheit.